FUD

Familienunterstützender Dienst (FUD)

Der FUD begleitet und unterstützt Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung in den eigenen Familien.

Entwicklung:

1991 gründete die Lebenshilfe den Familienentlastenden Dienst (FED), der die Situation der pflegenden und betreuenden Angehörigen und auch der Menschen mit Behinderung selbst durch individuelle Pflege- und Betreuungseinsätze zu verbessern suchte.

Im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums der Lebenshilfe erfolgte eine Umbenennung des Familienentlastenden Dienstes (FED) in den Familienunterstützenden Dienst (FUD), um zu verdeutlichen, dass Familien nicht belastet sind, sondern dass die Unterstützung des Menschen mit Behinderung selbst längst in den Mittelpunkt gerückt ist.

Personal / Einsatzzeiten / Dauer:

Im FUD werden überwiegend MitarbeiterInnen eingesetzt, die einer sonder-, sozial- oder heilpädagogischen Ausbildung nachgehen.
Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist eine gegenseitige “Symphathie” aller Beteiligten.

Die Einsatzzeiten und die Länge dieser werden individuell mit der Familie abgesprochen.

Leistungen:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Leistungen im Rahmen des Familienunterstützenden Dienstes in Anspruch zu nehmen. Dabei richten sich Art und Umfang der Angebote nach den Erfordernissen und Wünschen der einzelnen Familien.
Die Angebote umfassen stunden- oder tageweise Betreuungs- und Pflegehilfe, die in der Regel in der Familienwohnung geleistet werden.

Dies bedeutet für Eltern und Angehörige, die Möglichkeit zu haben:

  • mit evtl. Geschwisterkindern Zeit zu verbringen
  • eigene Interessen wahrzunehmen und/ oder Verbindlichkeiten nachzukommen
  • bspw. als Paar oder mit Freunden soziale Kontakte zu pflegen
  • kulturelle Programme zu genießen
  • sich auszuruhen und neue Energie zu tanken.

Grundsätzlich können folgende Aktivitäten / Angebote wahrgenommen werden:

  • Spaziergänge
  • Ausflüge
  • Spiele im Haus oder ausserhalb
  • Besuch unterschiedlicher Veranstaltungen (Gruppentreffen, Feste etc.)
  • Begleitung und Anleitung alltäglicher Kompetenzen
  • Mitbetreuung evtl. Geschwisterkinder
  •  Begleitung zu Arztbesuchen o.ä.

Hausbesuche / Beratungsgespräche:

Grundsätzlich erreichen Sie uns in unseren barrierefreien Räumen in Rösrath. Nach Absprache bieten wir Ihnen auch gerne Hausbesuche an, bei denen wir in der Regel ein ausführliches Beratungsgespräch führen und Sie die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen.

Wer übernimmt die Kosten?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in Anspruch genommene Leistungen abzurechnen:

  • im Rahmen der Pflegeversicherung über die Verhinderungspflege
  • Betreuungen über zusätzliche Betreuungsleistungen (Pflegeleistungsergänzungsgesetz)
  • Abrechnungen über Sachleistungen im Rahmen der Pflegeversicherung bei pflegerischen Hilfen (Grundpflege)
  • übernimmt Sozialamt oder Jugendamt (die Zuständigkeit variiert)
  • durch Eigenanteile der Familien selbst.