Jakobsweg

JAKOBSWEG

Die WMB gGmbH auf den Spuren des Heiligen St. Jakobus.


Santiago de Compostela, eine bekannte Stadt im Nordwesten Spaniens in der Provinz Galiziens. Für viele ist die Stadt das Ziel ihrer Pilgereise auf dem Jakobsweg, welcher in Deutschland beginnt.

Hier in der Stadt, die die Gebeine des Heiligen Apostels Jakobus beherbergt – so die Chroniken – wird auch die Compostela-Urkunde ausgestellt, die den Abschluss der Jakobs-Pilgereise dokumentiert. Vorausgesetzt man hat genügend Stempel im Pilgerpass gesammelt. Auch die WMB plant für das Jahr 2014 eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Herr Lores Lois, Hausleiter aus dem Wohnhaus in Steinenbrück, wird für 12 Tage zusammen mit sechs BewohnerInnen und zwei BetreuerInnen ein Stück des Jakobswegs laufen.

Startdatum ist der 12. Juni 2014 um 09:00 Uhr Geschäftsstelle der WMB gGmbH.
Die erste Etappe wird von Rösrath nach Köln in den Dom führen. Dann geht es erst einmal mit dem Hausbus nach Nordfrankreich. Von dort aus in verschieden großen Etappen in Frankreich und Spanien Richtung Santiago de Compostela.


Immer zwei Betreuer werden mit der Gruppe wandern und der dritte Betreuer reist jeweils vorab zu Zwischenstopps mit Verpflegung und ans Tagesziel, um die Gruppe zu empfangen. Die Pilgerreise soll keine Urlaubsreise im herkömmlichen Sinne sein, sondern schon dem Pilgerprinzip folgen. Einfache Unterkünfte und einfache Kost und körperliche Herausforderung und Sparsamkeit. Es soll überwiegend in Zelten übernachtet werden, so Herr Lores Lois und täglich werden Strecken von bis zu 10 Kilometern erlaufen.

DIE VORBEREITUNGEN:

Am 28. September 2013 folgten insgesamt 16 TeilnehmerInnen, davon 9 BewohnerInnen, dem Aufruf aus dem Wohnhaus Steinenbrück zum Fitnesstest auf Wanderschuhen. Als Vorbereitung wanderte die Gruppe ca. 12 km rund um Overath unter kundiger Führung von Petra Butz und mit einem liebevollen Catering von Servando Lores Lois.

Auch wenn sich die Gruppe immer wieder mal sehr auseinander zog, so haben alle die etwa 4 Stunden gut durchgehalten und alle sind putzmunter am Ziel angekommen.

Im November 2013 waren es etwas weniger Teilnehmer und die Strecke rund um Honrath mit etwa 10 km entsprach ganz dem Trainingsziel.

Das Weihnachtstraining fiel aus organisatorischen Gründen aus.

Im Januar 2014 werden alle Teilnehmer der Reise und jeder der dazu stoßen möchte das Wander-Training wieder aufnehmen.
Neue Schuhe müssen eingelaufen und die Kondition nicht nur der BewohnerInnen muss noch verbessert werden.

 

DER START:

Es ist aufregend…sie haben gehofft, trainiert, geschwitzt, geplant, gebucht, gespart, gepackt, geschnürt, gestapelt und gelacht…Heute war es dann soweit. Unsere 9 Pilgerinnen und Pilger machen sich auf den Weg in die heilige Stadt Santiago de Compostela. Unter dem Motto „el camino de participación“ führt der Weg die TeilnehmerInnen vom 12. bis 24. Juni in zehn Etappen über 170 Kilometer. Die Gesamtstrecke beträgt ca. 2.700 Kilometer.

Der Geschäftsführer der Lebenshilfe Rheinisch-Bergischer Kreis und Köln-Porz Herr Rainer Schmidt, bezeichnet diese Tour als eine wichtige Initiative, das Menschen mit einer geistigen Behinderung gemeinsam ein greifbares Ziel erreichen können. Überwiegend gehe es bei der Reise die Fähig- und Fertigkeiten, Kompetenzen und Erfahrungen von Menschen mit einer geistigen Behinderung aufzuzeigen und zu respektieren. Auf Ihrer Reise werden sie, wie auch viele andere vor ihnen, unzählige Menschen aus unterschiedlichen Ecken der Welt treffen. Der interkulturelle Austausch bleibt dabei gewiss nicht auf der Strecke. Zu wünschen ist, dass nach der Reise sich vor allem die TeilnehmerInnen mit Behinderung selbstständiger und eigenverantwortlicher fühlen. Auch dies bedeutet ein Plus für das Selbstvertrauen, das die MitarbeiterInnen der WMB u.a. auch mit diesem Projekt aufbauen und unterstützen. Wir wollen mit dieser Aktion ein Zeichen setzen, ein Zeichen für mehr Inklusion auch über die Bundesgrenzen hinaus.

Seit Monaten läuft die Vorbereitung der Pilgerreise. Nicht nur das organisatorische, nein, auch das Training zu Fuß. Alle Teilnehmer treffen sich regelmäßig, um sich auf diese zehn Etappen sprichwörtlich „einzulaufen“. Auf die Frage, wo der Jakobsweg beginne, erhält man in Spanien die Antwort: „El camino comienza en su casa“ (Der Weg beginnt in Ihrem Haus). Sprich, für unsere Bewohnerinnen und Bewohner in der Ludwig-Erhard-Straße 11 in Rösrath. Von hier aus, geht es zum Kölner Dom an dem der Reiseorganisator Herr Servando LoresLois, selbst Hausleiter der WMB im Wohnhaus Steinenbrück, die Pilgerstrecke eröffnet.

Danach geht es weiter in Richtung Frankreich. Hier werden vier Etappen zu meistern sein, bevor es kurz vor den Pyrenäen in den spanischen Ort Logroño geht. Von hier aus wird dann „gestempelt“, um möglichst alle Etappen und die geforderten Kilometer für die Medaille zu erreichen. Die Gruppe wird in Herbergen und Campingplätzen, ganz im Sinne einer Pilgerreise, übernachten.

Für die 12-tägige Reise selbst steht ein Kleinbus mit Anhänger zur Verfügung. Zurück geht es dann auch von Spanien aus mit der Fähre nach Frankreich. Von dem Ort Nantes aus, geht es wieder gen Rheinland.